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Der Luther-Erlebnispfad zu Eisenach
und sein repräsentativstes(?) Bauwerk


 Seit mehreren Jahrzehnten verunziert dieses, zur mehr und mehr verfallenen, durch gehirnamputierte Randalierer, halbwilde Chaoten, und haarsträubenden Vandalismus kontinuierlich immer weiter sinnlos demolierten und inzwischen einsturzgefährdeten Ruine verkommene, ehemalige Wohngebäude, einschließlich des zugehörigen und des angrenzenden, ebenso verwahrlosten, von randalierenden rechtsextremen Jugendlichen immer öfter zur lautstarken, belästigenden Demonstration ihrer neo-nazistischen Ideologie genutztem, gleichgearteten Grundstückes, den anlässlich des Luther-Jahres 2017 zum “Luther-Erlebnispfad” erhobenen und mittels einer Vielzahl ansprechender thematisierter Schautafeln sehr lehrreich gestalteten Hauptwanderweg vom Stadtzentrum zur weltberühmten Eisenacher Wartburg.

Dieses “Gebäude” mit seinem “Terrain” ist nicht nur ein für die Wartburgstadt mehr als beschämender Schandfleck in der Landschaft und kaum repräsentativ für einen “Luther-Erlebnispfad”, ein unrühmliches Denkmal des Verfalles ehemals bürgerlicher Baukunst, das den größten Teil aus der Vielzahl der täglich hieran vorübergehenden Wanderer und Eisenach-Touristen nur zu Kopfschütteln, Unverständnis und lautstarken eindeutigen Meinungsäußerungen veranlasst, sondern, da öffentlich von allen Seiten zugänglich, auch eine lebensgefährliche Gefahrenquelle für die sich dort immer wieder aufhaltenden, das Objekt als Abenteuerspielplatz, zum Abreagieren ihres Überschusses an Dummheit und gemeingefährlicher Aggressivität, sowie zu anderweitigen Zwecken bzw. Verrichtungen nutzenden, alle Altersklassen einschließenden, Mitbürger und Besucher der Stadt.

Die Hoffnung der im Umfeld ansässigen Einwohner von Eisenach auf eine, nun seit Jahrzehnten überfällige, Beräumung dieses makabren Schandfleckes auf historischem Grund und Boden in nächster Nähe zum “UNESCO-Welterbe Wartburg”, besonders in Vorbereitung der umfangreichen Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 500. Jahrestages der durch den großen Sohn der Stadt, Dr. Martin Luther, eingeleiteten Reformation, mit dessen Namen sich der o.g. hochstilisierte Wanderweg als “Erlebnispfad” nun schmückt, sowie weiterer, die Stadt betreffender, nationaler wie internationaler kulturhistorischer Gedenktage, hat sich jedoch erneut in Luft aufgelöst, denn bisher geschah, schon nahezu erwartungsgemäß, auch diesbezüglich wieder einmal absolut

NICHTS !

Hoch lebe die Ignoranz der Eisenacher “Stadtväter und Stadtmütter”
zu diesem einzigartig makaberen und beschämenden 
“historischen Bau- und Kulturdenkmal der Wartburgstadt” !

 
 

 

7 comments to “Gedanken zum Lutherjahr”

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  1. zwei Eisenacher Lokalpatrioten - 5. März 2018 Antworten

    Hallo wdkunze45,-
    das Lutherjahr ist ja nun vorüber und nahezu erwartungsgemäß hat sich keiner der, für den in deinem Beitrag dargelegten erbärmlichen Missstand Verantwortlichen um deine Kritik geschert. Aber verliere nicht die Hoffnung und den Mut, schon in 99 Jahren ist ja erneut ein Jahrhundertjubiläum für den Reformator Martin Luther, den großen Sohn der Stadt. Vielleicht überlegen es sich die Eisenacher Stadtväter und -mütter dann aus jenem Anlass noch, ob sie diesen makabren Schandfleck der Wartburgstadt kurz zuvor möglicherweise doch noch beseitigen lassen. Man sollte ja die Hoffnung nie aufgeben !

    • wdkunze45 - 5. März 2018 Antworten

      Gewiss, die Hoffnung stirbt zuletzt. Sicherlich werden mich dann meine Ur-Urenkel per Telepathie ins Jenseits von den Erfolgen meiner vorjährigen Bemühungen unterrichten.

      • zwei Eisenacher Lokalpatrioten - 21. November 2018 Antworten

        Nochmal Hallo,
        wir können dir möglicherweise erfreuliches vermelden.
        Seit ein paar Tagen hängen zwei riesige Schilder an dem “Gebäude”, man kann ab sofort diese Ruine, einschließlich Grundstück, über einen alt-bundesdeutschen Immobilienmakler käuflich erwerben.
        Vielleicht hat dein Beitrag doch mit dazu beigetragen wenigstens etwas Bewegung in die Sache zu bringen. Ob die Schilder allerdings jemanden dazu bewegen für diese inzwischen total verfallene super-hässliche Ruine und das komplett verwilderte Grundstück noch Geld zu investieren bleibt abzuwarten.
        Wir bleiben dran.
        Zwei Eisenacher Lokalpatrioten.

  2. zwei Eisenacher Lokalpatrioten - 14. Dezember 2019 Antworten

    Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
    Naja, wäre ja auch zu schön gewesen und ein Wunder wenn das o.g. Verkaufsschild an der bezeichneten Bruchbude, außer ungläubigen Bemerkungen und Blicken der Vorübergehenden, etwas bewirkt hätte.
    Nun ist ein weiteres Jahr vergangen und auch für uns der Moment gekommen, wo wir als bisher unverbesserliche Optimisten jegliche Hoffnung verloren haben, dass dieser makabere Schandfleck einmal verschwindet. Nicht einmal die zu jeder Umweltsünde wortgewaltigen Grünen im Eisenacher Stadtrat oder ihre Parteifreunde auf Landesebene haben es für notwendig erachtet hier einzugreifen, von den anderen dort agierenden Mitarbeitern ganz zu schweigen. Aber bald wird es hier sicher ohnehin einen unüberhörbaren Lärm geben, wenn das inzwischen massiv durchhängende Dach beim Zusammenbruch der durchgefaulten Dachbalken krachend und berstend in sich zusammenstürzt. Das kann nur noch eine Frage von Wochen oder wenigen Monaten sein. Dann hat sich der Weiterverkauf dieser “Immobilie” ohnehin ein für allemal für jegliche Interessenten erledigt.
    Bleibt nur zu hoffen, dass die ringsum wohnenden Anwohner oder auf dem “Luther-Erlebnispfad” vorübergehenden bzw. sich illegal im “Gebäude”aufhaltenden Passanten bei dessen Einsturz nicht vom Schock oder herumfliegenden Gesteinsbrocken getroffen oder erschlagen werden. Danach wird uns dann nur noch, sicherlich auch wieder jahrzehntelang, ein großer Schutthaufen an das ehemalige Denkmal bürgerlicher Baukunst und an die gegenwärtige Eisenacher Lokalpolitik erinnern.
    Schade um deine vergebliche Mühe W.-D. K., die du dir mit der Arbeit an diesem Beitrag deiner Homepage und die damit verbundene Mahnung an die für diesen Eisenacher Schandfleck zuständigen Verantwortlichen bzw. Behörden gemacht hast.

    Bleibt nur noch eine Anmerkung:
    SCHÄME DICH EISENACH FÜR DIESES SKANDALÖSE AUSHÄNGESCHILD DEINER STADT !!!

    • W.-D. K. - 15. April 2020 Antworten

      Die Bruchbude steht immer noch !
      Nach unbestätigten, mir aufgrund dieser Veröffentlichung zugetragenen Gerüchten, soll es sich bei dem gesamten benannten Terrain um ein Grundstück eines oder mehrerer altbundesdeutscher Eigentümer handeln, die weder Interesse daran haben noch Einsicht zeigen hier eine Veränderung im Interesse einer einvernehmlichen Problemlösung mit der Stadt Eisenach im Sinne der Bürger herbeizuführen, so dass die Hoffnung auf eine Bereinigung des katastrophalen Zustandes weiterhin auf unbestimmte Zeit gegen Null tendiert.

  3. Radio Jerewan - 18. Mai 2020 Antworten

    Wichtige themenbezogene Mitteilung:
    Entsprechend Berichten unseres ehrenamtlichen Eisenacher Buschfunk-Korrespondenten aus dem Bevölkerungskreis befindet sich das hier dargestellte Gebäude in einem von der Wartburg dominierten landschaftlichen Totalreservat und darf deshalb von Menschenhand weder baulich verändert noch abgerissen werden. Es unterliegt, neben den Aktivitäten durch humanoide Lebewesen, analog der umgebenden biologischen Waldelemente (Bäume und andere Gewächse) dem natürlichen Verschleiß und wird demzufolge, ebenso wie diese, in einigen hundert Jahren durch Verwitterung und andere naturgegebene, überwiegend meteorologische, Einwirkungen wieder der natürlichen geologischen Formation angeglichen sein.
    Damit verbietet sich letztendlich jetzt und auch zukünftig jede negative Bewertung dieses Objektes.

    • W.-D. K. - 20. Mai 2020 Antworten

      Vielen Dank für diese klarstellende Information. Nun wissen wir endlich alle Bescheid.

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